Dienstag, 21. August 2012

Die Geheimakten der NASA Teil 1

War die Mondlandung getürkt? Bieten die USA Außerirdischen Unterschlupf? Fälscht die NASA Klimadaten? Der Blick in die Akten der NASA verrät, ob wir der Behörde trauen dürfen.

Als der englische Hacker Gary McKinnon in die Computer des US-Militärs und der amerikanischen Raumfahrtbehörde eindrang, konnte er nicht ahnen, was das für Folgen haben würde. Er suchte eigentlich nur nach Beweisen für UFOs und Aliens und war während der ganzen Sache ziemlich bekifft. »Ich wusste, dass Regierungen UFO-Technologien wie Anti-Schwerkraft und kostenlose Nullpunktenergie unterdrücken«, erklärte er später in einem Interview seine Attacke auf die NASA-Rechner. »Das darf der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden, solange Rentner ihre Heizrechnung nicht bezahlen können.«



Zwar fand McKinnon weder das Rezept für die Überwindung der Schwerkraft noch für die Erzeugung von Gratis-Energie. Dafür entdeckte er aber angeblich Beweise für die Existenz von UFOs, vor allem, als er die Rechner im Gebäude 8 des »NASA – Johnson Space Center« in Houston/Texas besuchte. »Sie hatten große Bilder in hoher Auflösung«, sagte McKinnon. Aber gerade als er sich mit seinem 56-K-Modem eingewählt und die Bilder verkleinert hatte, um sie herunterzuladen, wurde er entdeckt. Im letzten Moment will er noch ein silbern schimmerndes, zigarrenförmiges Flugobjekt gesehen haben – dann wurde die Leitung von der Gegenseite gekappt. Ein paar Abende später blätterte McKinnon illegal in ein paar NASA-Excel-Tabellen und stieß natürlich sofort auf Unglaubliches. »Eine trug den Titel ›Außerirdische Offiziere‹, Sie enthielt die Namen und Dienstgrade von Personal der US Air Force, das nirgendwo sonst registriert war«, berichtete er. Außerdem seien dort Raumschiffe benannt worden, deren Namen sonst nirgendwo auftauchten.
 
Kein Mensch nahm McKinnon ernst, bis die US-Regierung ein Auslieferungsbegehren nach London schickte und damit Garys Angaben bestätigte. Der Hacker habe wichtige Dateien in Militärcomputern ausspioniert, 950 Passwörter gestohlen und 300 Computer unbrauchbar gemacht. Wenn er ausgeliefert und verurteilt wird, drohen ihm bis zu 70 Jahren Haft und bis zu zwei Millionen Dollar Strafe (umgerechnet 1,8 Millionen Euro). Das Auslieferungsverfahren läuft noch.
 
Plötzlich ist aus dem leicht wirr klingenden Hacker ein ernst zu nehmender Staatsfeind der USA geworden. Zu McKinnons Behauptungen über UFO-Technologien und außerirdische Offiziere sagen die US-Behörden nichts. Aber gerade das sehen Verschwörungsfanatiker als Bestätigung dafür, dass die USA seit Jahren geheime Kontakte zu außerirdischen Zivilisationen haben.
 
Tatsächlich enthalten die Akten der NASA extrem detaillierte Informationen über außergewöhnliche Vorkommnisse im Universum, auf dem Mond und auf der Erde, die verschiedenen Geheimhaltungsstufen unterliegen, von »Highest Classification Confidential« bis »Top Secret«. Auf unterschiedlichen Wegen sind einige dieser Akten in die Öffentlichkeit gelangt, einige über dubiose Kanäle, viele ganz legal über das Freedom-of-Information-Gesetz (FOIA) der Vereinigten Staaten, das Behörden dazu verpflichtet, bestimmte interne Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Die »Majestic 12«-Akte
 
Die sogenannten MJ12-Papiere sind ebenso geheimnisvoll wie umstritten. Am Abend des 11. Dezember 1984 saß der Dokumentarfilmer Jaime Shandera nach eigenen Angaben gemütlich in seiner Wohnung in Los Angeles und las in der Zeitschrift Variety, als er hörte, wie jemand einen Umschlag in seinen Briefkasten warf. In dem Umschlag befand sich ein unentwickelter Kodak-35-mm-Fotofilm, auf dem nach der Entwicklung klassifizierte Dokumente (»Top Secret«) zu sehen waren, in denen der 1953 gewählte US-Präsident Dwight D. Eisenhower über die Arbeit eines geheimen Regierungskomitees zur Erforschung von UFOs unterrichtet wurde. Das Komitee nannte sich Majestic 12 oder MJ12 und wurde von Admiral Roscoe H. Hillenkötter geleitet, dem ersten Direktor des Geheimdienstes CIA.
 
In dem Bericht an den Präsidenten wird der Absturz eines unbekannten Flugobjektes im Jahr 1947 bei Roswell im US-Bundesstaat New Mexico beschrieben, in dem vier tote menschenähnliche Wesen gefunden wurden, die eindeutig nicht irdischer Herkunft waren. Die MJ12 schlug vor, diese Kreaturen als »Extraterrestrische biologische Entitäten« (EBE) zu bezeichnen. Das Flugobjekt bestand aus einem Material, das weder geschnitten noch durchbohrt werden konnte. Im Wrack entdeckten Militärs Schriftzeichen, die ägyptischen Hieroglyphen ähnelten und bis heute nicht entziffert werden konnten.
 
Zwischen 1984 und 1994 tauchten weitere Dokumente der MJ12 auf, darunter eine Art Betriebsanleitung über den Umgang mit abgestürzten UFOs und eventuell darin befindlichen Lebewesen. Die Papiere bestätigen nach Ansicht von Forschern die Existenz des geheimen Komitees – eine Untersuchung der Unterlagen durch die amerikanische Bundespolizei FBI ergab jedoch, dass es sich um Fälschungen handelt.
 
Für die Verschwörungstheoretiker ist das jedoch nur ein weiterer Beleg dafür, dass die US-Regierung die Existenz von EBEs auf der Erde leugnen will. Nach ihrer Meinung existiert MJ12 heute noch und ist für den Kontakt mit Aliens verantwortlich, die auf der Erde unterirdische Basen besitzen, zum Beispiel unterhalb des Mount Archeluta bei Dulce in New Mexico. Diese Einrichtungen wurden ihnen angeblich von der US-Regierung im Tausch gegen fortgeschrittene Militärtechnologien zur Verfügung gestellt. Für diese Behauptungen gibt es jedoch keine stichhaltigen Beweise.

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